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ITALIENISCHZENTRUM

Das Italienischzentrum wird ein Begegnungsportal für Menschen sein, die die italienische Sprache lernen, lernen möchten oder vermitteln.
Mehr dazu unter www.italienischzentrum.com in Kürze!

SURVIVAL GERMAN

Im Zuge des Austauschprogramms der Fachhochschule fahren jedes Semester um die hundert Studentinnen und Studenten aus dem Ausland nach Steyr. Die Lehrveranstaltungen, wofür sie credits bekommen, werden auf English abgehalten, sodass die Meisten kein Deutsch zu beherrschen brauchen. Dennoch ist es von Vorteil, wenn die Studentinnen und Studenten aus dem Ausland Deutsch für die Kommunikation am Campus bzw. für ihre Freizeitaktivitäten benützen und bald nach ihrer Ankunft in Österreich über ein Inventar von situativen Ausdrucksmitteln verfügen.

Das Ziel dieses Projektes bestand darin, den StudentInnen das kommunikative Werkzeug zum „Überleben“ in sehr kurzer Zeit aktiv erwerben zu lassen. Dafür wurde ein Blockseminar von 30 Stunden in der ersten Aufenthaltswoche angeboten.

Methodisch war der Kurs nach neurodidaktischen Prinzipien aufgebaut, wobei Input und Verarbeitung von Information über sensomotorische und ludische Aktivitäten erfolgte.
Auf die Zielgruppe abgestimmte Materialien sowie das E-Learning-Programm rundeten das Angebot ab.

Video dazu ansehen!

DEUTSCH ALS INTEGRATIONSSPRACHE BEI NIEDRIGER ALPHABETISIERUNG

Einer der Gründe, die Zuwanderer davon abhalten, Deutsch-Kurse zu besuchen, liegt in der niedrigen Alphabetisierung dieser Menschen. Sie sind oft mit kognitiven Aufgaben wie das Erlernen einer Fremdsprache nicht vertraut. Marktübliche Kurse vermitteln Metawissen, das als solches für die Teilnehmer oft unbrauchbar ist. Obwohl die meisten Kurse als "kommunikativ" bezeichnet werden, machen sie überwiegend von Lese- und Schreibübungen Gebrauch, weil dies  von der Struktur der Lernmaterialien vorgegeben ist. Dementsprechend hoch ist die Drop-Out-Rate in besuchten Kursen.
Im Welser Pilotprojekt der Sprachintegration wird in den Deutsch-Integrationskurse die niedrige Alphabetisierung der KursteilnehmerInnen berücksichtigt. Der Input wird sensomotorisch durch Voice Movement Icons vermittelt. Grammatik und Verarbeitung des Inputs werden durch sensorische Aktivitäten und Spiele prozeduralisiert.
Es soll durch geeignete Inhalte erreicht werden, dass die Zuwanderer sich in jenen Bereichen des Alltags auf Deutsch artikulieren, die ein Schritt zu ihrer Integration darstellen.

MEHRSPRACHIGKEIT IM KINDERGARTEN

Das Welser Modell der Sprachintegration im Kindergarten (2004-2005) verfolgte zwei Ziele: Kinder sollen Sprachbarrieren beseitigen und Deutsch vor Schulantritt lernen, bzw. einen frühen Zugang zum Englischen als Zweitsprache bekommen. Die Stadt Wels bemühte sich mit diesem Projekt, Chancengleichheit für alle zu schaffen: Durch mehr Homogenität in der Sprachkompetenz der angehenden Volksschüler soll dem in der PISA-Studie zu Tage getretenen Leistungsabfall entgegen gewirkt werden. Da sich Bildungs- und Arbeitswelt in Richtung Englisch als lingua franca rasant entwickeln, ist das Erlernen dieser Sprache im Kindesalter mehr eine Notwendigkeit als eine Option. 

Menschen zwischen drei und sechs Jahren können aufgrund ihres "Entwicklungsprogramms" mehrere Sprachen parallel lernen. Das Kleinkind erlebt durch die Zweitsprache keine "Mehrbelastung", wie man manchmal hört oder liest. Im Gegenteil baut vernetzt sich sein Gehirn so, dass ein späterer Umgang mit Fremdsprachen erleichtert wird. In diesem Sinne stellt eine zweite (dritte) Sprache keine kognitive Überforderung für die Kinder dar, sondern eine wunderbarer Chance zur Mehrsprachigkeit.

Der Zugang zur Zweitsprache ist bei Kleinkindern unproblematischer als bei Erwachsenen. Kinder nehmen situativ Zweitsprache auf: Wenn auf Englisch gesungen, getanzt und gespielt wird, ist es einfach so. Kinder fragen nicht nach Regeln und kennen den Anspruch der Perfektion nicht. Kinder verfügen über ein besseres Gedächtnis als Erwachsene und können somit auch mehr und besser Fremdsprache speichern.

In diesem Projekt lernen Kinder Zweitsprache sensomotorisch, handlungsbezogen, in sozialer Interaktion und mit allen Sinnen so wie die Muttersprache. Deutsch und Englisch werden ohne formalen Unterricht vermittelt: Die Zweitsprache fließt in den Kindergartenalltag.

Zwischen Oktober 2004 und Juni 2005 wurden 51 Kindergartenpädagoginnen in Grundlagen der Neurodidaktik ausgebildet. Darauf wurde gemeinsam mit den Pädagoginnen ein Englisch-im-Alltag-Programm für die städtischen Kindergärten augearbeitet. So ausgebildet können PädagogInnen die Lernprozesse der Kinder optimal einleiten und steuern. 

FREMDSPRACHEN IM E-LEARNING

Mit der Unterstützung des Studienganges E-Business an der Fachhoschule Steyr hat unser E-Team ein Online-Lernprogramm für die Fachhochschule Steyr erarbeitet, das den StudentInnen aus dem Ausland gezielte Instrumente für das Selbststudium bietet. Die tools betreffen die Bereiche Phonetik, Morphologie, Syntax und Lexikon und sind unterstützend am Unterricht in der Fachhochschule gekoppelt. Sie stellen daher kein Selbstlernprogramm dar.
Online Übungen und -Aktivitäten unterscheiden sich vom bereits am Markt vorhandenen Angebot: Sie sind derart gestaltet, dass sie bewusst der Architektur von Lernprozessen angepasst sind und die neuesten technischen Möglichkeiten nutzen. Das Projekt betrifft die Sprache Deutsch als Fremdsprache, insbesondere den Kurs „Surival German“.
Dieses E-Learning-Konzept kann aufgrund dieser gelungenen Erfahrung auf andere Sprachen übertragen werden.