Foto: Sabine Kneidinger
Meine Forschung kreist um eine zentrale Frage: Wie lernt das Gehirn die Wörter einer Sprache — und warum vergisst es sie manchmal wieder? In meiner Grundlagenforschung untersuche ich die neuronalen Grundlagen des Wortlernens. In meiner angewandten Forschung übertrage ich diese Erkenntnisse in die Entwicklung digitaler Systeme, die Menschen beim Lernen begleiten. Im Mittelpunkt meiner aktuellen Projekte stehen die Modellierung neuronaler Netzwerke, die Gedächtnisfunktionen simulieren, sowie der Einsatz künstlicher Intelligenz, die Lernmaterialien und Lernprozesse analysiert und bewertet, um gezielt das Sprachenlernen zu verbessern.
Von der Geste bis zum Datensatz — Grundlagenforschung und angewandte Systementwicklung greifen in meiner Arbeit ineinander.
Gesten verankern neue Wörter in sensomotorischen Netzwerken im Gehirn. Das macht sie widerstandsfähiger gegen das Vergessen als rein audiovisuelles Lernen.
Am Max-Planck-Institut Leipzig untersuche ich, wie die Anreicherung sprachlicher Information über mehrere Sinneskanäle das Gedächtnis junger Erwachsener beeinflusst.
Mit funktioneller Magnetresonanztomographie erforsche ich, welche neuronalen Netzwerke beim Lernen entstehen — und was mit ihnen passiert, wenn wir vergessen.
Am Institut für Information Engineering der Johannes Kepler Universität Linz entwickle und teste ich Systeme, die Menschen durch Lernprozesse begleiten.
Eine vollständige Übersicht meiner wissenschaftlichen Veröffentlichungen finden Sie hier.
Ein Einblick in die Arbeit am Max-Planck-Institut Leipzig: Wie lässt sich sensomotorisches Lernen im Gehirn sichtbar machen, und was verraten die Aufnahmen über unser Gedächtnis für Sprache?
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